Montag, 1. Dezember 2008

Wichtig Infos

Hey,

Wollte euch mal Bescheid sagen, dass ich nicht mehr in Toronto studiere. War irgendwie nicht so mein Ding hier. Außerdem hat mich die Physik nicht mehr gereizt und ich würde eigentlich viel lieber die Welt verändern und deshalb studiere ich jetzt hier:Wobei eigentlich war die Physik doch nicht so schlecht, vielleicht sollte ich doch lieber hierhin:
(Das ist das Hauptgebäude vom MIT) Inzwischen könnt ihr euch wahrscheinlich denken, wo ich das Wochenende über war: in Boston. Ist zwar eine ganz schöne Strecke von uns aus (12h mit dem Auto), aber wenn man sich zu viert abwechselt geht es sehr gut. Donnerstagnachts angekommen, am Freitag ging es direkt los. Downtown erst einmal zu Fuß auf dem Freedom Trail erkundet und so etwas über den Unabhängigkeitskampf der Amerikaner erfahren. Abends wurde dann noch die Skyline festgehalten:
und es gab mal wieder richtig Pizza! Boston hat nämlich ein richtig großes italienisches Viertel, in dem es Pizza mit dünnem Boden, gutem Käse und leckerer Tomatensoße gibt! Ein Traum, sag ich euch. Freitags standen dann die oben gezeigten Elite-Universitäten an.
Sonntags waren wir dann noch auf dem "ältesten schwimmenden noch im Dienst stehenden Kriegsschiff der Welt": die USS Constitution. Das schlechte Wetter trieb uns dann aber nachmittags schon auf den Rückweg. Ein paar Viertel bei Regen anzuschauen, darauf hatten wir dann doch keine Lust. Lange hielt es uns aber nicht auf der Straße.
Weil wir die Mautstraßen meiden wollten, kamen wir mitten ins Schneetreiben. Nach zwei Autos im Straßengraben und einer Familie im Burgerking, die sich dreimal überschlagen hatte, haben wir beschlossen vielleicht doch besser die Nacht über in Lebanon (New Hampshire USA) zu bleiben. Immerhin gab es ein günstiges Luxushotel mit Traumfrühstück für uns:Heute ging es dann zurück, nach immer noch 10h Fahrt bin ich jetzt wieder daheim. Apropos daheim, in 10 Tagen fliege ich ja schon wieder heim, freue mich auf Deutschland und alle, die dort zurückgeblieben sind!

Euer Niklas

Donnerstag, 20. November 2008

Der Winter

Hey

Der Winter ist da!! Gestern abend hat es zum ersten Mal was länger in Toronto Downtown geschneit. Und zwar nicht so Schnee der wieder schmilzt, sondern heute morgen waren es über 10cm Schnee:
Endlich kann ich meinen neuen Mantel ausprobieren und ich kann nur sagen unglaublich. Ich nenne ihn den Zwei Welten Mantel. Es gibt die Welt im Mantel, fast so warm wie in der Sauna und die Welt außerhalb, eisig kalt. Einfach schön :). Der erste Schnee musste natürlich gefeiert werden, deshalb ging es gerade eben zum Korean BBQ, so sieht das ganze übrigens aus:
Aber eigentlich, wollte ich euch was ganz anderes erzählen. Vielleicht habt ihr schon von dieser netten Dame gehört. In ihrem Blog gibt es häufiger ein paar Verbotsschilder zu bestaunen, in der Regel relativ absurde, aber ich habe eins gefunden, das sie alle überbietet. Wichtig ist, wo ich es gefunden habe. Auf der Männertoilette hängt hier dieses Schild:Ich glaube ich sollte mal schwanger werden, dann trinke ich vielleicht nicht mehr so viel ;-).

Euer Niklas

Sonntag, 16. November 2008

Ein sehr kurzes Update

Hey

Eigentlich wollte ich euch heute von dem Event in Toront berichten. Hier seht wie beliebt die Sache war:

Was denkt ihr denn was es dort umsonst gab?
Kunst! Die Art Gallery of Ontario hat nach über einem Jahr Umbau Zeit wieder ihre Tore geöffnet. Aufgrund der Länge der Schlange und des Wetters habe ich mich dann aber doch dagegen entschieden anzustehen. Um euch die Wartezeit etwas zu versüßen, habe ich heute dann das zweite Großereignis besucht.

Eine Santa Claus Parade. Was ihr jetzt denkt ist alles war! Das ganze ist,
1. Ein Sammelsurium unterschiedlichster Märchen/Fantasy und Sonstwas Kostümen
2. Eigentlich nur eine riesige Werbeveranstaltung
3. Die Kanadier haben natürlich alle Campingstühle, weil 1 1/2 Stunden stehen ist ja schon eine große Herausforderung.
4. Irgendwie muss man das Ding dann doch gesehen habe. Damit ihr dafür, dann aber nicht im Schneesturm ausharren müsst, gibts hier direkt den Höhepunkt, SANTA:


So das wars auch schon wieder,

Euer Niklas

Sonntag, 9. November 2008

Ein kleines Update

Hey alle zusammen,

Ich dachte ich schreibe mal wieder, was mir so in den letzten 2 Wochen zugestoßen ist. Erstmal möchte ich aber Martin für seine Werbung danken. Meine Zugriffe haben sich ja direkt verdoppelt. Für alle die jetzt nicht verstehen was ich meine lesen am besten Mal den Artikel über die Bustour ;-).

Was habe ich den letzten 2 Wochen gemacht? Wenn ich ehrlich bin, hat mich ein wenig der Alltag eingeholt. Morgens aufstehen, zur Uni fahren, sich beim nächsten Chinesen was zum Mittagessen, weiterarbeiten, nach Hause fahren, vielleicht noch ein Bier (Wieso wird das nicht günstiger?) oder Kino (Immer Dienstags nur 4$!!!!) und ab ins Bett. Auch wenn man hier auf der anderen Seite der Welt, ist das dann doch nicht anders als in Karlsruhe.

Aber am Wochenende passiert dann doch was, schließlich war ja letzten Freitag Halloween und ich habe mich auch brav verkleidet:Jetzt müsst ihr noch raten, wer von diesen gespenstigen Gestalten ich den eigentlich bin. Unter den richtigen Antworten, wird das Kostüm verlost!
Am nächsten Morgen ging es dann wieder früh los. Der Weltfrieden brauchte meine Unterstützung. Von der UN gesponsert, wurde der moslemisch & katholische Dialog gestartet. Los ging es mit dem Besuch einer katholischen Kirche, anschließend gab es den Gegenbesuch in einer Moschee. Bei einem Mittagessen wurde dann über die Erlebnisse gesprochen. Da das ganze soviel Spaß gemacht hat, werden wir uns jetzt monatlich treffen. Außerdem wollen wir über unsere Erfahrungen berichten (Leider ist noch keiner von uns dazu gekommen).

Samstagabend ging es dann in die Philharmonie (6$), soweit meine schlechtes Gehör es beurteilen kann, eine hervorragende Akustik.
Danach wollten wir dann noch was trinken gehen, da man hier etwas vorsichtiger ist mit Alkohol an Minderjährige, gab es eine Ausweiskontrolle. Ja kein Problem, habe ja meinen deutschen fälschungssicheren Personalausweis dabei.
Denkste, wir sind zwar mitten in der Tourigegend, aber die haben so was noch nie gesehen. Nachdem der Kellner, der Türsteher und der Manager das "Ding" dann in Augenschein genommen haben, in Angesicht meines Aussehens, der eher leeren Kneipe und nach längere Beratung wurde mir dann aber doch die Ehre gewehrt Alkohol serviert zu bekommen. Am Dienstag hatte ich allerdings noch nicht aus meinen Fehler gelernt, da wurde ich dann nicht reingelassen. Wer mein Geld nicht will, dem kann ich aber auch nicht helfen :-D.

Am Montagabend habe ich mal wieder eine der vielen All-you-Can-Eat Gelegenheiten ausprobiert. Diesmal gab es Chickenwings, und zwar bei Hooters. Leider war der einzige freie Tisch einer mit Stehhockern, da kann man die knappen Höschen gar nicht bewundern :-(.
Ansonsten hatte ich am Freitag mein erstes Midterm. Bin mal gespannt wie es war, durchgefallen dürfte ich aber immerhin nicht sein.
So jetzt habe ich euch aber wieder genug erzählt, bis zum nächsten Mal.
Euer
Niklas

Montag, 27. Oktober 2008

A Scary Walk on the Cementry

Liebe treue Blogleser,

Bald ist es soweit, Halloween steht vor der Tür. Die Verschönerung der Vorgärten hat schon angefangen:Um mich auch in die Stimmung zu bringen, habe ich diesen Samstag einen kleinen Spaziergang über die Friedhöfe von Toronto gemacht. Und dabei neben der gruseligen Stimmung auch etwas über ein paar interessante Torontoianer gelernt. Z.B. Edward Ned Hanlan der erste international Sportler (Etwas für Rolf!). Hanlan wurde hier in Toronto geboren, allerdings nicht auf dem Festland, sondern auf den Islands vor der Stadt. Leider gab es dort keine Schule. Also was tut ein engagierter Schüler? Er ruderte jeden morgen mehrere Kilometer hin und zurück. Als er dann ein Teenager war, fing er an professionell zu rudern. Aufgrund seines jahrelangen Trainings wurde er innerhalb kürzester Zeit Weltmeister und hielt diesen Titel über mehrere Jahre.
Dann haben wir noch Robert Baldwin. Einen Reformer aus dem ereignissreichen 19.Jahrhundert. Dank ihm seid ihr mich für ein knappes Jahr los. Er hat der University of Toronto den Weg geebnet. Sein eigenes Leben dagegen war ein tragisches. Seine Frau starb in jungen Jahren 1836 bei einem Kaiserschnitt für ihr erstes gemeinsames Kind, welches die Operation auch nicht überlebte. Er hat ihren Tod nie überwunden und hat bis zu seinem Tod mehr als 20 Jahre später immer ihre Liebesbriefe in seiner Jackentasche dabei gehabt. Er liegt jetzt in einem Sarg neben ihr, beide sind, nach seinem letzten Willen, mit einer schweren Eisenkette für die Ewigkeit untrennbar vereint.
Nach diesen Geschichten kann euch ja schlecht, wieder in die Welt da draußen entlassen, also gibt es noch ein paar Fotos aus der Gegenwart:

Bis Bald
euer Niklas

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Nur mal nen paar Kleinigkeiten

Hey alle miteinander,

dachte ich sollte vielleicht auch mal wieder was schreiben, was ich die letzte Woche den so gemacht habe. Also am Donnerstag war ich beim Korean BBQ, all you can eat. Sehr geil! Man hat in der mitte des tisches nen grill und bekommt soviel fleisch wie man will. Oh man war ich voll danach. Das ist hier eigentlich sowieso das beste, man bekommt hier völlig unterschiedliches Essen, wenn man nicht immer zu nem Fast Food Ding rennt! Donnerstags gehe ich immer mit meiner Gruppe essen, da gibts dann immer wieder nen neuen Asiaten, die sind so schön günstig (5$ für nen komplettes Mittagsessen).
Morgen gibts aber kein Mittagessen, sondern wir werden zum Abendessen eingeladen, weil wir nen "visiting Scientist"(Naomi Halas, wers genau wissen will) mit der Gruppe zum essen ausführen. Der Kontakt mit solchen Leuten ist hier schon größer als in Karlsruhe. Aber zurück zum Essen heute abend war ich dann aber mal ein bisschen Pirogi essen, das sind russische Teigtaschen.
Ach ja am Samstag war ich im Zoo, der Trip da hin war mit öffentlichen Verkehrsmitteln etwas aufwendiger. (1 3/4h pro Strecke) Habe auch ein paar Fotos gemacht:Ansonsten muss ich aber sagen war der Zoo jetzt nicht so unterschiedlich zu einem Zoo bei uns, außer das die Gehege kleiner waren. Also nochmal muss ich da sicherlich nicht hin.
Heute habe ich mir dann die Casa Loma angeschaut, die haben es hier wirklich mit Europa. Zumindestens finden sie unsere Geschichte so toll, das sie überall komische Nachbauten bauen. Ich darf präsentieren, der Nachbau eines mittelalterlichen Burgschlosses:
Immerhin war das Licht nicht schlecht. Ansonsten geht es mir übrigens sehr gut. Freue mich aber natürlich über jede Email von euch!

Liebe Grüße
Euer Niklas

Dienstag, 14. Oktober 2008

Thousand Islands & Ottawa

Hey

Heute morgen bin ich von meinem langen Wochenende wiedergekommen. War einfach schön, heute gings nur dann leider direkt wieder mit Uni los.
Angefangen hat das Wochenende mit dem Versagen eines "Masterplans". Der Plan war am Freitagmittag vor dem Berufsverkehr aus Toronto rauszukommen. Hat natürlich nicht geklappt, wir sind dann in 2h ungefähr 20km voran gekommen. Im Radio wurde aber gar nicht von unserem Stau berichtet, scheint hier in der Rush Hour normal zu sein, war auch keine Baustelle oder Unfall. Unser erster Zielpunkt war der Presquile National Park, da es schon dunkel war als wir angekommen sind, musst er auf den nächsten Morgen warten. Hier ein Bilder vom Sonnenaufgang am nächsten morgen und dem Park (er ist berühmt für die Vögel):
Nachmittags ging es dann auf Landstraßen auf nach Kingston. Kingston an sich ist zum großteil nicht besonders sehenswert, ist aber das Tor zu den Thousand Islands, einer Schärenlandschaft im St.Lorenz Strom. Die haben wir am sonntag morgen mit dem Boot erkundet:
Manchmal haben die Leute einfach zu viel Geld, man bestaune das "Boldt-Castle":Die Inseln sind übrigens fair zwischen den USA & Kanada aufgeteilt, das führte dann zur kleinsten internationalen Brücke der Welt:Nach der ganzen Sonne, (wir hatten ein Schweinglück mit dem Wetter) warte Ottawa auf uns. Die Hauptstadt von Kanada. Sie ist es nur geworden, weil man sich nicht zwischen Toronto, Kingston, Québec City und Montréal entscheiden konnte. Man fühlt sich fast als wäre man in England, aber seht selbst:
Es fängt links mit dem Parliament Hill und dem daneben liegenden Supreme Court an. Darauf folgt der Ottawa River auf dessen anderer Seite ihr Gatineau (die Nachbarstadt) mit dem Canadien Museum of Civilation (der geschwungene Bau direkt an der Eisenbrücke).
Ich hoffe euch fällt der eigentlich Grund auf, wieso wie dieses WE unterwegs waren. Der Indian Summer hat seinen Höhepunkt erreicht! Hier sieht man ihn am besten:
Abends gabs dann einen schönen Sonnenuntergang,die Nacht wurde im Gefängnis (das Jail Hostel) verbracht und am Montag wartete noch das Museum of Civilations auf uns. Montagnacht ging es dann leider auch schon zurück.

Liebe Grüße
euer Niklas