Samstag, 12. September 2009

Beach Volleyball Nationals

Nachdem mehrmals nachgefragt wurde ob es mir auch gut geht, passe ich das nächste mal besser auf was ich schreibe :-).
Also nochmal für alle, es geht mir sehr gut, sogar immer besser! Zu Beginn war nur alles noch etwas ungewohnt und anders.
Inzwischen bin ich ja auch schon 3 Wochen hier und die Diplomarbeit macht schon erste Fortschritte. Leider ist der Laser erstmal kaputt gegangen, d.h. im Labor gibt es leider nicht so viel zu tun.
Da bleibt einem nichts anderes übrig sich in Theorie einzuarbeiten und Simulationen zu programmiere. Wobei bei Simulationen gibt es auch immer schön bunte Bilder :-).

Am Wochenende vor 2 Wochen war kanadisches Beachvolleyball Nationalturnier und Asya hat natürlich gespielt. In die Play-Offs hat sie es auch geschafft, in der ersten Runde musste sie gegen ihre beste Freundin spielen und hat leider verloren. Unglücklicherweise muss man sagen, den ersten Satz haben sie nur sehr knapp (19:21) verloren und im zweiten Satz haben sie so entscheidend gewonnen (21:11), dass jeder dachte das Asya weiter ist. Der dritte ging dann aber doch an ihre Freundin, die sind dann aber schon im nächsten Spiel auch ausgeschieden. Die Finale am Sonntag waren trotzdem sehr spannend. Hier noch ein Foto vom entscheidendenen (Nicht) Block.Und hier noch ein Foto von uns beiden am Sonntag:

Bis bald,
euer Niklas

Donnerstag, 27. August 2009

Da bin ich wieder

Jetzt hat mich Kanada doch wieder und was soll ich sagen, eigentlich ist alles wie vorher und dann auch wieder nicht.
Die Stadt sieht noch genau so aus wie vorher, der Chinese mit der Fleischbeilage für die Vegetarier ist noch da, im Labor läuft alles wie bisher, heißt der Laser ist kaputt und andere Arbeit ist auch genug da.
Auf der anderen Seite gibt es diesmal keine Vorlesungen, weil man ist ja nicht mehr als Student eingeschrieben. Was die Sache nicht einfacher macht, weil auf einmal ist so eine Krankenversicherung ganz schön kompliziert zu bekommen und das Sportzentrum ist nicht mehr umsonst sondern will 200$ für 4 Monate.
Der Kontakt mit anderen Austauschstudenten ist auch deutlich weniger (=0) und ich wohne auch nicht mehr in meinem alten Zimmer.

D.h. dieses zweite Jahr ist doch genauso ungewiss wie das erste. Ein bisschen ein mulmiges Gefühl habe ich schon aber ich freue mich darauf das Land nun ohne die rosarote Brille des Austauschstudenten zu sehen! Spannend wird es auf jeden Fall.

Mit meiner Diplomarbeit habe ich auch schon angefangen, also jetzt mal richtig arbeiten. Keine flexiblen Arbeitszeiten mehr, dafür gibt es aber auch keine Übungsblätter nachts um 12 mehr.

Wie häufig euch in Zukunft schreibe weiß ich auch nicht, hängt vielleicht auch von euren Kommentaren ab :-)

Euer Niklas

Mittwoch, 17. Juni 2009

Zurück in Deutschland und andere Neuigkeiten!

So jetzt bin ich schon wieder über eine Woche in Deutschland und so langsam habe ich mich auch wieder an alles gewöhnt.
-Dass man auf der Autobahn mit 130km/h ein Verkehrshindernis ist.
-Die ausgezeichneten Preise auch die sind die man bezahlt und keine Steuer mehr draufkommt.
-Wenn ich "Thank you" oder "Sorry" sage, werde ich auf einmal schief angeschaut, komisch! ;-)
-Und ganz viele andere Kleinigkeiten

Erstmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mich so schön wieder willkommen geheißen haben! Es ist richtig schön euch alle wieder zu sehen.
Die meisten von euch wissen es schon, leider werde ich nicht so lange dableiben.
Ich habe mich entschieden meine Diplomarbeit in Kanada schreiben zu wollen! Die Betreuer Suche in Karlsruhe stellt sich zwar als schwierig als gedacht heraus, aber irgendwie werde ich das schon schaffen.
In den nächsten Woche werde ich noch in Karlsruhe lernen, anschließend ein bisschen Freunde in Deutschland besuchen und ab September dann hoffentlich wieder auf der anderen Seite des Atlantik weilen.
Meinen Blog werde ich dann natürlich weiterfühen,

Also bis bald, ich freue mich drauf!
Euer Niklas

Sonntag, 24. Mai 2009

Toronto Abschluss

So jetzt habe ich nur noch eine knappe Woche in Toronto, dann geht es noch 6 Tage auf eine Konferenz nach Baltimore und am 6.Juni geht dann mein Flieger nach Deutschland. Zeit also ein kurzes Fazit zu ziehen.
Kanada ist toll, ich habe mein Zeit hier richtig genossen. Vieles habe ich manchmal vermisst aber mindestens genau so viel werde ich vermissen wenn ich wieder in Deutschland bin. Auch wenn das komisch klingt, habe ich nicht nur viel über die Kultur und die Menschen hier gelernt sondern auch viel über mich. Was mich als Deutschen oder Europäer definiert. Welche Sachen eben nicht überall gleich sind. Auch wo meine Grenzen sind, indem was ich bereit bin aufzugeben und was nicht.

Vermissen werde ich besonders die vielen Menschen die ich hier kennen gelernt habe. Hoffentlich sehe ich sie alle mal wieder, man weiß ja nie was die Zukunft bringt.

Euer Niklas

Sonntag, 17. Mai 2009

Bay of Fundy

Das beste hebt man sich immer zum Schluss auf, so auch wir. Die Bay of Fundy ist der Ort auf der Erde mit dem höchsten Tidenhub. Am Ende der Bucht hebt und senkt sich der Meeresspiegel zweimal täglich um über 15m, höher als ein viergeschössiges Gebäude. Dies führt dann zu folgenden Gesteinsformationen.
Überall wo Grün auf den Steinen ist, ist bei Flut Wasser. Noch beeindruckender wird der Tidenhub aber in Saint John. Dort gibt es einen Fluss mit Stromschnellen, welche 4mal täglich die Richtung wechseln, bei Ebbe fließt das Wasser in die Bucht, bei Flut zurück ins Landesinnere.
Ebbe:Gleichstand:Flut:Am nächsten Tag stand uns dann eine Fahrt von 1500km bevor die wir aber mit guter Musik, Büchern und viel Unterhaltung schnell rum bekamen. Insgesamt muss ich aber sagen, was bei mir am meisten hängen geblieben ist, sind die täglich 3-5Stunden Autofahrt um von Ort zu Ort zu kommen. Das Land ist riesig und dabei waren wir nur in diesem kleinen Zipfelchen im Osten.

Euer Niklas

Samstag, 16. Mai 2009

Halifax & Lunenburg

Nach dem Cabbot Trail auf Cape Breton ging es zur Landeshauptstadt von Nova Scotia nach Halifax. An einem Naturhafen gelegen hat die Stadt sehr schnell eine Bedeutung als Hafenstadt erlangt. Besichtigt haben wir dort die kandische Version von Ellis Island, den Pier 21. Bis in die 60er Jahre kamen die meisten Einwanderer aus Europa hier an und wurden durch die bürokratischen Hürden geleitet.
Aufgrund der Bedeutung als Hafen gibt es auch ein Schiffahrtsmuseum, wo es zwei interessante Abteilungen gibt. Einmal zur Titanic, weil die Rettungs und Bergungsaktion damals von hier ablief. Halifax ist nämlich der östlichste Hafen Nordamerikas mit Eisenbahnanbindung und damit am nächsten an der damaligen Unglücksstelle gelegen. Die zweite Abteilung war über die Halifax Explosion, die bis zur Zündung der Atombombe, größte von Menschen verursachte Explosion. Kurz zusammen gefasst, gab es 1917 eine Kollission eines Munitionsfrachters mit einem Versorgungsschiff im Hafen, der Munitionsfrachter fing Feuer und explodierte kurz darauf. Dabei starben über 1500 Menschen und die halbe Stadt wurde dem Erdboden gleich gemacht.

Danach ging es noch zur Zitadelle um die Aussicht über die Bucht zu genießen:

Am nächsten Morgen ging es dann weiter zu Peggy's Cove und nach Lunenburg.
Erstmal Peggy's Cove:
Und danach zum Weltkulturerbe Lunenburg. Erhalten werden soll hier der innere Stadtkern mit seinen bunten Holzhäusern:

Das war es mit Novia Scotia, ich muss sagen für mich eine der schönste Provinzen Kanadas.

Liebe Grüße Niklas

Mittwoch, 13. Mai 2009

Highlands in N.S.

Highland in Kanada? Ja das gibt es tatsächlich, wenn man sich Cape Breton (nördlicher Teil von NS) auf der Landkarte anschaut könnte man es fast mit dem Norden von Schottland verwechseln. Es ist ein bisschen viel Wald, aber den gab es vor ein paar hundert Jahren in Schottland ja auch noch, bevor er gefällt wurde. Aus diesem Grunde gibt es hier in Nova Scotia (NS) relativ viele ehemaligen Schotten und ab und zu sieht man sogar ein gällisches Straßenschild.

Begrüßt wurden wir im Nationalpark im Norden mit ganz viel Sonne! Wir alle haben einen leichten Sonnenbrand bekommen. Und wieder gab es wunderschöne Landschaften und Aussichten über diese zu genießen:Genießen konnten wir das ganze auf unserer Wanderung auf dem Skyline Trail, den wir auch gegangen sind, weil die meisten Elche hier gesehen werden. Bisher gab es ja nur Fußabdrücke im Schnee oder Elchköttelchen. Immerhin gab es diesmal mehr Köttelchen als beim letzten Mal. Und dann haben wir es endlich geschafft!!!!!!!!!!!!!!!!! Ein Elchbulle sonnte sich in der Sonne und ließ sich gar nicht von uns vertreiben, so dass wir ganz viele tolle Aufnahmen von ihm bekamen, ein richtiges Model also:

Ein endlich glücklicher Niklas grüßt euch ganz herzlich!